Ein paar Tipps für Eltern
Was erwartet die Schule vom Schulanfänger?
Sicher nicht, dass das Kind lesen, schreiben und rechnen kann - dies zu
vermitteln ist Aufgabe der Schule.
Bei den Anforderungen, die allgemein an den Schulanfänger gestellt werden,
handelt es sich vor allem um solche, die das Lernen und Arbeiten innerhalb einer
Gruppe gleichaltriger Kinder betreffen, wie sie der Klassenverband darstellt.
Dazu gehören insbesondere: Interesse am Lernen, Neugierde am Entdecken von
Neuem, Fähigkeit, sich in eine Gruppe einzuordnen, Regeln zu beachten und eigene
augenblickliche Bedürfnisse zugunsten von Gruppenzielen zurückzunehmen sowie ein
gewisses Maß an Aufmerksamkeit, Ausdauer und Selbstständigkeit beim Arbeiten...
Eltern können viel zu einem guten, gelungenen Schulstart beitragen. Die
nachfolgenden Anregungen wirken sich nicht nur in der Schuleingangsphase,
sondern auch auf allen anderen Schulstufen günstig aus:
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Es ist die
wichtigste und - schönste - Aufgabe der Eltern, dass sie ein offenes Ohr für
ihre Kinder haben. Wenn das Kind aus der Schule kommt, sollte es Gelegenheit
haben, zu erzählen, was es bewegt. Eltern sollten es aber vermeiden, ihr
Kind zum Erzählen zu drängen - es genügt, wenn es weiß, dass Verständnis und
Interesse für seine Probleme und Erlebnisse vorhanden sind. |
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Wichtig ist
es, das Bemühen des Kindes zu beloben - denn: Lob spornt an, Strafe macht
Angst und Angst führt zu Schul- und Lernunlust. Die gute
Eltern-Kindbeziehung darf nicht von den Noten in der Schule abhängig gemacht
werden. |
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Zum Lernen
selbst: Für seine Schulsachen braucht das Kind einen Platz, für den es
verantwortlich ist, wo es Ordnung halten kann und der vor dem eventuellen
Zugriff kleinerer Geschwister sicher ist. |
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Freizeit: Über das Hausaufgabeschreiben darf die Freizeit nicht verloren gehen - ausreichend Bewegung ist zum Ausgleich wichtig. Die Arbeitszeit zum Aufgabe sollte in der 1. Klasse eine Dreiviertelstunde nicht übersteigen. |
Übertritt von der VS in eine HS/AHS
Einen weiteren
wichtigen Einschnitt im Schulleben eines Kindes stellt der Übertritt von der
Volksschule in den Mittelstufenbereich - Hauptschule, allgemeinbildende höhere
Schule - dar. Folgende wichtige Veränderungen kommen auf ein Kind zu:
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neue Klassenkameraden - neue Klassengemeinschaft |
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Fachgegenstände im Unterricht - Umstellung auf das Fächersystem, Unterricht durch fachbereichszuständige Lehrer |
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neue bzw. andere Unterrichtsgegenstände |
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Notwendigkeit, auf eine andere Art zu lernen |
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Umstellung auf einen neuen Lebensrhythmus |
In dieser Umstellungsphase können Lern- und Erziehungsprobleme auftreten, ein vorübergehender Leistungsabfall, Lern- und Schulunlust beobachtet werden. Eltern helfen ihren Kindern bei dieser Umstellung, wenn sie
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Verständnis für das Kind haben, dabei möglichst im "Hintergrund" bleiben und doch stets präsent sind, |
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bei einem Leistungsabfall nicht sofort in Panik verfallen, sondern dem Kind Zeit für die Bewältigung der Umstellungsanforderungen geben und |
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bei längerdauernden Leistungs- und Verhaltensproblemen unbedingt das Gespräch mit dem Lehrer bzw. Schulleiter führen, gegebenenfalls Diagnose und Beratung durch Schulpsychologen wählen. |
Auszug aus dem Wiener Schulführer
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